광화문
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Gwanghwamun war das Haupttor von Gyeongbokgung, durch das der König ein- und ausging. Da es jedoch das Haupttor von Gyeongbokgung, dem gesetzlichen Hauptpalast der Joseon-Dynastie, war, war es in Größe und Ansehen weitaus imposanter und prächtiger als die Haupttore anderer Paläste. Zudem besaß Gwanghwamun an den östlichen und westlichen Enden der Mauern jeweils den Dongshibjagak (Östlichen Kreuzpavillon) und den Seoshibjagak (Westlichen Kreuzpavillon), wodurch es als einziges der fünf großen Paläste der Joseon-Dynastie die Form eines Palasttors mit Türmen aufwies. Gwanghwamun besteht aus einem zweistöckigen Pavillon (Munru), der auf einem steinernen Sockel mit drei gewölbten Toren (Honge) ruht. Durch das mittlere Gewölbe schritt der König, durch die linken und rechten Gewölbe traten der Kronprinz und die Beamten ein. Am Pavillon wurde eine Glocke aufgehängt, um die Stunden anzukündigen. Dass Gyeongbokgung der gesetzliche Hauptpalast der Joseon-Dynastie war, lässt sich auch an der Form seiner Tore, einschließlich Gwanghwamun, erkennen. Während die Tore anderer Paläste auf niedrigen Plattformen errichtet wurden, baute man die Tore von Gyeongbokgung auf hohen steinernen Sockeln mit einem zentralen Gewölbetor in der Mitte, sodass sie wie Stadttore einer Festungsmauer wirkten. Gwanghwamun zeigt unter ihnen mit gleich drei Gewölbetoren die höchste zeremonielle Stufe. Dies verdeutlicht, dass Gwanghwamun das Haupttor des gesetzlichen Hauptpalastes war. Ursprünglich wurde Gwanghwamun beim Bau des Gebäudes der japanischen Generalregierung von Joseon (Joseonchongdokbu) an die Nordseite des östlichen Palasttors Geonchunmun verlegt, doch im Koreakrieg wurde der Pavillon durch Bombenangriffe zerstört und der Steinsockel war von Einschlagspuren übersät. Inmitten dessen wurde Gwanghwamun erst 1968 unter der Regierung von Park Chung-hee in seiner heutigen Form wiederaufgebaut. Man errichtete den zerstörten Pavillon neu und versetzte Gwanghwamun an seinen heutigen Standort. Der neu errichtete Gwanghwamun wurde jedoch aus Stahlbeton gebaut, und die Achse des Tores wurde damals nicht an der Mittelachse von Gyeongbokgung ausgerichtet, sondern an der Achse des ehemaligen Gebäudes der japanischen Generalregierung, das damals als Zentralverwaltungsgebäude (Jungangcheong) genutzt wurde. Infolgedessen wich die Ausrichtung um etwa 3,5 Grad von der ursprünglichen Achse ab. Darüber hinaus wurde es etwa 14,5 Meter von seinem ursprünglichen Standort nach hinten versetzt und steht nun an seiner heutigen Stelle. Um dieses seiner ursprünglichen Form beraubte Gwanghwamun zu restaurieren, begann man 2006 mit den Abrissarbeiten, schloss nach drei Jahren und acht Monaten die Restaurierungsarbeiten ab und vollendete das Tor am 15. August 2010. Aus Granit wurde ein massiver Sockel errichtet, auf dem ein zweistöckiger Pavillon thront, der nicht nur eine gute Fernsicht bietet, sondern auch die Würde eines Haupttors des Palastes ausstrahlt. Die drei bogenförmigen Durchgänge im Sockel demonstrieren die Würde von Gyeongbokgung als Hauptpalast der Joseon-Dynastie. Auf dem steinernen Sockel wurde eine niedrige Mauer aus gebrannten Ziegeln (Jeondol) errichtet, die mit Acht-Trigramm-Mustern (Palgwe) verziert ist – ein Merkmal, das die Besonderheiten der Paläste der Joseon-Dynastie gut widerspiegelt.